Brautmoden gestern und heute



Die Hochzeit war und ist schon immer ein Höhepunkt im Leben der betreffenden Menschen. Der Tag der Hochzeit soll so schön wie möglich werden und für immer im Gedächtnis bleiben. Neben Blumenarrangements und Raumdekorationen spielt die Brautmode eine wichtige Rolle, da das würdige Ereignis meist im Foto zur Erinnerung festgehalten wird. Heute heiraten die Damen oft im weißen Brautkleid und die Herren im eleganten Anzug oder Frack. Das war aber nicht immer so, im Gegenteil das weiße Brautkleid ist eine relativ neue Mode. Bis weit in das 20. Jahrhundert hinein war es üblich, zu einer Hochzeit die regionale Tracht zu tragen. Besonders die finanziell weniger gut gestellten Schichten heirateten häufig in ihren besten Kleidern, dem sogenannten Sonntagsstaat. Bei den Herren ist das zum Teil bis heute so geblieben. Sie werden oft darum von den Damen beneidet. Uniformen waren und sind bei den Herren gleichfalls als Bekleidung zur Hochzeit sehr beliebt.

Die Mode für die Braut dagegen erfuhr im Laufe der Zeit große Veränderung. Das weiße Brautkleid, das heute als Symbol der Unschuld und Reinheit so populär ist, wurde zuerst von adligen Damen getragen. Maria de’ Medici trug im Jahre 1600 anlässlich ihrer Hochzeit mit König Heinrich IV. ein helles Seidenkleid, das mit goldenen Ornamenten bestickt war. Das Aussehen des Brautkleids ist in einem Gemälde des holländischen Malers Rubens festgehalten. Das Kleid erregte seinerzeit großes Aufsehen und änderte den Modegeschmack. Mehr und mehr Damen der feinen Gesellschaft begannen, weiße oder zumindest helle Brautkleider zu tragen. Trotzdem dauerte es noch viele Jahre, bis sie sich auch in der Allgemeinheit durchsetzten. Heute wird man in einem Spezialgeschäft für Brautmoden bestens beraten, welche Art von Brautkleid die Dame am vorteilhaftesten zur Geltung bringt.



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