† 21. Oktober 2010: Die kurze Geschicht der Loki Schmidt : Acht Jahre lang, von 1974 bis 1982, war die Hanseatin an der Seite von Helmut Schmidt Hausherrin im Bonner Kanzleramt. Als „Angeheiratete der Politik”, wie sie es einmal selber nannte, führte sie an der Seite ihres Politiker-Ehemanns Helmut „ein etwas seltsames anderes Leben”. Anzeige Zu den schwärzesten Tagen an der Seite des Bundeskanzlers zählte sie rückblickend jene im Jahr 1977 während der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer durch die Rote Armee Fraktion (RAF). „Helmut und ich haben damals ausgemacht, wenn einer von uns beiden gekidnappt wird, darf der andere keine Forderungen der Kidnapper erfüllen”, erinnerte sie sich. Vom Sturz des Bundeskanzlers Helmut Schmidt 1982 erfuhr sie während eines Aufenthalts in Brasilien. Seit 1976 machte sich Loki Schmidt den Namen ihres Mannes zunutze, um für den Naturschutz „hausieren zu gehen”. Sie mochte sich nicht mehr nur auf Schirmherrschaften als Kanzlergattin zurückziehen und rief die „Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen” ins Leben. Die Ex-Kanzlergattin intensivierte ihre Arbeit im Dienst gefährdeter Pflanzen und begleitete jedes Jahr junge Wissenschaftler auf Forschungsreisen um die Welt. „Ich bin penetrant neugierig geblieben”, bekannte die auch im hohen Alter noch äußerst populäre Loki. Seit 1980 benannte sie im Namen der Stiftung die „Blume des Jahres”. Viele Buchveröffentlichungen über botanische Themen folgten, so auch 1997 das …