Es ist eine geniale Erfindung: Der Hochstuhl für Kleinkinder. Es gab diese Art von Stühlen schon im Mittelalter. In Adels- und Hochadelskreisen wurden so die Kinder mit an die Speisetafeln gesetzt. Heute ist diese diese Idee noch genauso aktuell, wenn auch mit anderem pädagogischem Hintergrund.
Für die Entwicklung von Kindern ist es wichtig, dass sie möglichst oft mit der verbleibenden Familie zusammen sein können. Das gilt auch für Aktivitäten am Tisch, sei es zum Spielen oder zusammen essen. Der Küchen- oder Esszimmertisch ist die Kommunikationszentrale einer Familie. Hier werden Probleme besprochen, Zukunftspläne geschmiedet, gespielt und natürlich auch zusammen gegessen.
Das Preisniveau der Stühle reicht dabei von 30 Euro bis an die 200 Euro, je nach Ausstattung, Material, Design und Zubehör. Der Preis für das angebotene Zubehör kann dabei leicht schon den des Basis-Stuhls erreichen. Besonders beliebt sind Sitzkissen, sogenannte Sitzverkleinerer und natürlich Haltegurt, um zu verhindern, dass das Kind nach unten zu herausrutschen kann.
Die Konstruktion der Hochstühle ist sehr wichtig für die Standfestigkeit des Möbels. Die ersten Stühle in der Neuzeit waren zumeist aus Metall (Stahlrohr) und Kunststoffen. In den letzten 20 bis 30 Jahren hat sich aber vermehrt Holz als Material durchgesetzt, oft Buchen- oder Nadelholz (Kiefer und Fichte). Früher standen die Stühle oft auf vier Beinen. Das hat sich durch neue Konstruktionen geändert. Heute werden die Stühle häufig mit Kufen gebaut, z.B. der Leanderstuhl aus Dänemark oder der Tripp Trapp des norwegischen Unternehmens Stokke AS, den es bereits seit 1972 im Handel gibt. Dadurch können die Stühle nicht so leicht kippen, wenn sich Kinder im Stuhl wild oder unkontrolliert bewegen.
Insbesondere für Frauen ist auch das Design und Farbe von großer Wichtigkeit. Der Stuhl soll zum Mobiliar des Zimmers passen. Der Hochstuhl ist also nicht nur Platz für das Kleinkind, sondern kann auch Stilelement in der Wohnung sein.